Auftakt für den Bewegungspass 2026: Über 5.000 Kinder in Bewegung gebracht

Der Startschuss ist gefallen: Ende April ist der Bewegungspass offiziell in eine neue Runde gestartet. Das seit 2019 etablierte Projekt der Sportregion Delmenhorst/Oldenburg-Land verfolgt erneut ein klares Ziel – möglichst viele Kinder in Kindertagesstätten und Grundschulen für mehr Bewegung im Alltag zu begeistern.

Das Konzept ist einfach und wirkungsvoll zugleich: Kinder werden motiviert, ihren Weg zur Kita oder zur Schule aktiv zurückzulegen – zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Roller. Für jeden „autofreien“ Weg sowie für die Teilnahme an Bewegungsangeboten in örtlichen Sportvereinen erhalten sie Stempel in ihrem Bewegungspass, der kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Gleichzeitig stärkt das Projekt die regionale Vereinslandschaft, indem Vereine ihre Angebote kostenlos auf der Projektplattform präsentieren können.

 In diesem Jahr nehmen erneut über 5.000 Kinder aus mehr als 35 Einrichtungen teil. Sie haben in zwei Aktionszeiträumen die Möglichkeit, ihre Pässe zu füllen und spielerisch Bewegung in ihren Alltag zu integrieren. „Der Bewegungspass hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Institution in unserer Region entwickelt”, sagt Celina Kreye, Leiterin der BeSS-Servicestelle in der Sportregion “Er zeigt, wie wichtig es ist, Kinder frühzeitig für Bewegung zu begeistern und ihnen einfache Wege aufzuzeigen, aktiv zu sein.”  

Ein besonderer Schwerpunkt liegt 2026 erstmals auf der mentalen Gesundheit von Kindern. In Zusammenarbeit mit Partnern wie der Gesundheitsregion Delmenhorst, der Gesundheitsregion Landkreis Oldenburg, der Verkehrswacht sowie der hkk wurde das Projekt entsprechend erweitert. Unterstützt wird die Initiative zudem vom Landessportbund Niedersachsen und dem Niedersächsisches Kultusministerium.

Die neuen Bewegungspässe greifen das Thema mentale Kindergesundheit auf und vermitteln auf spielerische Weise, wie positiv sich Bewegung auf das Wohlbefinden auswirkt. Begleitet wurde dieser Ansatz durch eine Auftaktveranstaltung mit Fachvorträgen und praktischen Übungen.

 

Am Mittwochabend vermittelten der ehemalige Delmenhorster Kinderarzt Dr. Johann Böhmann und Referentin Nathalie Graichen anschaulich, wie eng körperliche Aktivität und mentale Gesundheit miteinander verknüpft sind. Mit viel Fachwissen und interaktiven Elementen brachten sie Vertreterinnen und Vertreter aus Einrichtungen und Vereinen selbst in Bewegung.

„Wir wollen Einrichtungen dabei unterstützen, gezielte Bewegungsimpulse in ihren Alltag zu integrieren, damit Kinder sich gut entwickeln und wohlfühlen können. Bewegung vermittelt auf vielen Ebenen Spaß, Stärke und Entspannung“, erklärte Projektleiterin Celina Kreye zum Auftakt und betonte die Bedeutung früher Bewegungsförderung. 

Auch Dr. Johann Böhmann unterstrich in seinem Vortrag die nachhaltigen Effekte mit der provokanten Forderung: „Wenn doch die Entwicklungspsychologie und die Hirnforschung seit Jahrzehnten die positiven Effekte nachweisen und die Wirkungen von freudiger Bewegung denen von Medikamenten zum Beispiel bei Depressionen mindestens entsprechen, sollte dann nicht doch auch die Gesundheitspolitik die Weichen neu stellen und für entsprechende Rahmenbedingungen in Kita und Schule sorgen wie es uns unsere skandinavischen Nachbarn vormachen?“

Mit dem erweiterten Ansatz und der breiten Beteiligung setzt der Bewegungspass 2026 ein starkes Zeichen für mehr Bewegung und ganzheitliche Gesundheit bei Kindern in der Region.